Dienstag, 14. Oktober 2008

Reisetagebuch

1.15 aufgestanden, 4:6 Flieger, kurz nach 5 in Arequipa gelandet, auf 2300 m und ein Gefuehl wie auf dem Dach der Welt zu sein. Es ging gerade die Sonne auf, als wir aus dem Flieger stiegen, noch kaum zu fuehlen, es war eisig kalt. Wir haben uns alle moeglichen Pullower uebereinandergestapelt und trotzdem gefroren.
Am Flughafen standen genau 10 Taxen, die sich allesamt gegen normele Preise zusammengetan hatten. Die Fart nach Arequipa rein kostet regulaer 6 Soles, heute, nur fuer uns, "hey amigos", nur 15 Soles. MOch ner viertel Stunde verhandeln hatten wir keine Lust mehr und mussten dann 10 Soles akzepieren. Ob fuer 4 Leute insgesammt 1 Euro mehr oder weniger is nun auch nicht sooo wichtig. Aber die wusstens chon ziehmlich genau, dass wir auf sie angewiesen waren. 10 km mit dem ganzen Gepaeck und der Kaelte...., nee!
Im Center von Arequipa haben wir uns ein Hostel genommen fuer drei Tage, 18 Soles die Nacht, ca. 4 Euro, in der wunderschoenen Altstadt, mit Dachterrasse und athembaeraubendem Blick auf Misti und Kollegen (Vulkane).
Nachdem wir uns noch ein,mal fuer drei Stunden hingelegt hatten, sind wir zu einem Food-Festival gefrahren. An einem etwas hoeher gelegendem Paltz mit genialem Bergpanorama wurden Peruanische und besonders arequipanische Spezialitaeten angeboten, z.B. Rocoto, ein scharfe Chillishcote die mit einem Hackfleischmix gefuellt wird. Dazu eine ebenso leckere mit Kaese ueberbackende Kartoffel. Ein kleines, wenn auich Touristischen, Volksfest.
Zurueck sind zumindestest Christoph, Jesus und ich gelaufen. Ueberraschend fuer einige schien, 5 Minuten mit dem Taxi kann man auch zu Fuss laufen.
Durch Arequipa zieht sich ein kleiner malerischer Wildwasserfluss, ueber welchen alte gepflasterte Bruecken fuehren. Auch die gesammte Altstadt ist gepflastert und gesprenkelt mit imperialistischen Prachbauten und Kathedralen. Arequipa wirkt, verglichen mit Lima, kleinstardtisch und ruhig, mal gucken was die Nacht so bringt.
Nicht mehr viel, sind naemlich totmuede. Am spaeten Nachmittag haben wir uns noch Kirchen und dergleichen angesehen. Faszinierend ist, dass der spanische Imperialismus in dieser Hinsicht um einheimische Naturreligionen ergaenzt wurde. Viele Sybole und Muster aus Inkazeit und anderen Kulturen urden aufgegriffen. Sogar einheimische Tempelstruckturen wurden verwendet, etwas neues entstand.
Koennte jedoch auch sein, dass diese nachd er Zerstoerung durch Erdbeben ergaenzt wurden, viele Gebaude sind renoviert.
Abends sind wir Essen gegangen, 1,5 Europ und pipa satt. Anschliessend wurde bis 11 noch ein wenig PeruLiebre "probiert" und jetzt endlich BETT.
Morgns gings los zur Tiefsten Schlucht der Welt.
Von 2300 m aus fuhren wir mit nem Touristenshuttel hoch in die Berge, vorerst auf eine Hochebende von ueber 4000 m. Uberraschend schnell wechselt die Vegetation an der Hoehengrenze von 4000 m. Die Kakteen verschwinden, harte, leblos wirkende Graeser begelben die Hochebene und ab und zu tauchen in der Ferne ein Lama, Alpaka oder Vicuniaherden auf. Lebende Punkte in der Ferne.
Wasser in dieser Hoehe sieht man kaum in der Trockenzeit. Es sind eher Mooslinien, in welchen Wasser fliesst oder sickert.
Auf 5000 m wird die Luft knapp! Nach einem kurzen sprint keucht man schon ganz ordentlich. Trotz knaller Sonne ist es eisig kalt und alles was hier an Moosen noch lebt, schmiegt sich sich steinhart an das Felsbrockenmeer.
Chibay liegt auf a. 3500 m, war also in Sachen Akklimation nicht schelckt auf einer etwas geringeren Hoehe zu uebernachten. Schon auf 4000 m fingen bei den Meisten aie Kopfschmerzen an, so auch bei mir. Das Dorf liegt in einem Tal, durch jenes auch der Colca fliesst. Diesser Fluss hat im Laufe er Zeit den tiefsten Cannyon der Welt in die Ander gespuehlt. Ein kleiner Wildwasserfluss, dessen Kraft man wahrschenlich erst so richtig in der Regenzeit bestaunen kann.
Nachdem wir unendlich viel Touristenscheiss ertragen hatten wurden uns vulkanische Thermen empfohlen, welche die 2,5 Euro echt wert waren (aehnlich wie die bei Sizilien). Wasser, von den umliegenden Vulkanen unterirdisch, auf natuerlich Art und Weise erhitzt, in einer Art outdor Schwimmbad. Total romantisch mit dem Pisco-Sour-Glas in der Hand haben wir den warmen Sonnenuntergang in der eiskalten Luft im heissen Wasser genossen. Weniger angenehm war dann der Gang aus dem Wasser in die Umkleidekabinen. Doch sobald die warme Alpakamuetze auf dem Kopf sitzt, kann einem eignetlich keine Kaelte mehr was anhaben.
Abends habe ich mich dann geweigert noch ma 20 Soles fuer ein Essen zu zahlen. In der Zeit, in der alle andern duschen waren, verliess ich das Hostel, um mir das Dorf anzugucken und mir was kleines zu Essen zu kaufen. In ganz Peru gibt es in den Deorfern kleine mobile Grills, die Antikuchos anbieten, Rinderherzschaschlik. 4 kleine Schaschlik fuer 0.50 Euro. Dazu gab es pro Spiess eine Kartoffel. Das ist der Preis, der fuer Essen in peruanischen Doerfern normalerweise bezahlt wird. Und auch ein Menu (grosse Suppe, Riesen Haptgericht + Cocatee) kostet unter 5 Soles (1 Euro). Das als Erklaerung, warum ich nichts im geplanten "Kulturforum" essen wollte. Mit hingegangen bin ich dann doch und habe mich auch sofort darueber geaergert, als ich die deutschlandfahne gesehen habe. Auch wenn das Abendessen den anderen nicht geschmeckt hat, was mich ein wenig freute, gab es tolle peruanische Musik; 7 Panfloeten, ne Trmmel und zwei Saenger.
Die anzdarbietung wurde mir jedoch zum verhaengis. Und ihr koennt jetzt drei mal raten wer von der Taenzerin als erstes zum Tanzen aufgefordert wurde. Ja richtig, der Gringo mit den blonden Haaren. Hatten natuerlich alle tierisch ihren Spass.
Um 10 sind wir alle in die Betten gefallen, um am naechsten Morgen zumindest halbwegs fit zu seinfuer Colca-Cannyon und Condor.gucken um 5:00Uhr frueh.
Los gings auf ner Rumpelpiste, alle nocheher angenervt von den Schlaegen der Fensterglaesern gegen muede Koepfe.
Nach drei Stunden raus und rein in den Bus, da wir ja keinen Andenkenstand auslassen durften, wurden wir dann angeleiet an der richtigen Stelle neben 50 anderen Touristen den Cannyon runterzugucken.
Die Fahrt war wunderschoen. Entlang des vorderen Cannyons, an den Berhaengen, es erstrecken sich unzaehlige Terrassen, die zum Teil sogar in Ebenem Gelaende mit grasueberwachsenen Mauern begrenzt wurden. Eventuell aufgrund der momentan herschenden Trockenzeit erschienen sie jedoch nachlaessig bewirtschaftet.
In Europa sind wir es ja einigermassen gewohnt Grundstuecke durch Mauern zu schuetzen, oder durch Zaeune oder Stacheldraht, ohne dadurch Menschen ernsthaft verletzen zu wollen. Ausnahmen wie den Berliner Zoo gibt es natuerlich. In Lima kommen da schon weitgreifendeere Massnahmen in betracht, wie Elektrozaeune oder Glasscherben, die in nassen Beton gesteckt werden. Aber, dass man auch Kakteen auf Steinmauern planzt, das war mir bis gestern neu.
Neben diesen Erstaunlichkeiten sind die Anden in dieser Gegend doch wohl das eindrucksvollste. Riesige, teilweise mit Eis ueberzogene Gebirgsketten lassen einen kaum wegschauen. Und es ist wirklich granios, wie sich so ein kleiner Fluss ueber 3000 m in das Gestein hineinfressen kann.
Leider lebt die Gegend fast ausschliesslichvom Tourismus. Es erschien mir als wuerden sie ihre Kultur verkaufen. Ueberall stehen Menschen in Trachten und moechten, dass du ein Foto von ihnen und ihren Taenzern oder ihrem Adler machst machst. Immer fuer einen Soles, das erfaehrst du aber meist erst im Nachhinein, wenn sie nach dem Foto die Hand auf halten und mir niedlicher zittriger, aber bestimmter Stimme sagen: "un Sol!".
Auf der anderen Seite tragen sie traditionelle Kleidung auch im Alltag, also nicht nur fuer uns. Schwierig, die Veraenderungen fuer die Menschen durch den Tourismus zu bewerten. Frueher mussten sie 10 km zu ihren Feldern laufen, heute laufen vor allem viele Frauen die Strasse entlang um irgentwo ihre dDecken auszubreiten, auf denen sie dann alles Moaegliche fuer die Touristen verkaufen. Sie sitzen den ganzen Tag und warten darauf, dass alle 2 Stunden ein Bus vorbeikommt.
Am naechsten Morgen zurueck in Arequipa habe ich darauf verzichtet mit den anderen ne Mumie hinter Glas anzugucken und bin...

Puno ist echt die peruanischste Stadt, die ich bisher kennengelernt habe. Direkt am Titikakasee, total häßlich aber voller Leben. Wenn man von oben auf die Stadt guckt sieht man ein braun, graues Meer aus Beton und Steinen, aus welchen ab und zu ein hellgrünes, tiefrotes oder orangenes Klötzchen herausguckt. Dahinter erstreckt sich ein anderes grünes Mehr. Sowohl der „See“, als auch die riesigen Schilfflächen gleichen sich farblich. Der Tag hier beginnt meist mit Regen oder zumindest bewölkt, bis so ab 10 die Sonne rauskommt, die sehr stark, aber aufgrund des stetigen Windes, kaum zu spüren ist. Das ist auch der Grund, warum ich mir tatsächlich die Hände verbrannt habe, nen dünnen Pulli braucht man immer auf 3000 m, bei windigem Wetter.

Für 5 Euro pro Person fuhren wir mit einem kleinen Bötchen auf dem Titikakameer auf eine wunderschöne Insel (Tequile). Bei strahlender Sonne haben wr uns von der Tourigruppe abgeseilt und sind selber durch das 200 Seelen Örtchen gelaufen. Mittlerweile glauben wir zu verstehen wie die Touritouren funktionieren und konnten rechtzeitig vor dem 20 Soles-Essen heimlich verschwinden. Tourgides können da richit zickig werden!

Selbst in so kleinen Orten gibt es mindestens zwei Supermärkte. Einen für die Einwohne und einen für Touristen. Dabei sind die Preisunterschiede enorm und reichen bis zum fünffachen.

Rund um die Stadt zog sich einst eine Festungsmauer, von dieser sind heute nur noch die Torbögen erhalten. Teilweise mit Blumen verziert, kann man sie nicht nur vor Ort, sondern auch auf zahlreichen Postkarten als Wahrzeichen bestaunen. Sie stehen erhaben zwischen dem strahlend blauen Himmel und den genauso blauem Wasser.

Mit unserem Bötchen dauerte die Fahrt dorthin ungefähr drei Stunden. Plus die Zeit, die auf den schwimmenden Inseln verbracht haben. Inseln, die aus Schilf erbaut wurden und wie Flöße auf dem Wasser liegen. Es sind große Komplexe von aneinandergebundenen Plattformen, ausschließlich aus Schilf, auf welchen kleine Hütten gebaut wurden. Auch dort gibt es mittlerweile Strom und Fernseher, vielmehr aber halt auch nicht. Uns wurde erzählt, dass die Menschen dort eine für Peru ungewöhnlich lange Lebenserwartung haben (über 80 Jahre), da sie viel Schilf (,das wir natürlich auch probieren mußten schmeckt nach einer Mischung aus rohem Kohl und bitterem Spargel mit viel Wasser drin) und Fisch essen. Doch irgendwie habe ich da so meine Zweifel. Die sind alle total dick. Vermutlich ist auch das wieder ein negativer Effekt des Tourismus. 10 mal am Tag wird eine Fuhre Touristen angeschleppt. Die höre sich dann ein von ihnen schlecht gesungene Lieder, auch ein englischsprachiges, bekommen vom Familienoberhaupt, der dickste von allen, erklärt, wie diese Art von Inseln gebaut werden und sollen bitte anschließend viel Touristenkram kaufen. Der kostet auf der Insel dreimal so viel wie aufm Festland. In jedem zweiten Satz wird erwähnt, dass wir nun Freunde der Familie wären und jederzeit zurückkommen könnten, amigos hier amigos da. Es wurde uns vorgegeben einen normalen Tag im Leben mitzuerleben. Wahrscheinlich ist es das auch echt, die Aufregung der westlichen Welt gegenüber anderen Kulturen zwingt diese Menschen dazu den Tourismus zu leben und ihre Kultur zu vergessen. Bestimmt verdienen sie damit mehr Geld, doch zu welchem Preis. Viele dieser Menschen wissen nicht mehr wie man eingenhändig ein Boot auf Schilf baut, alle können jedoch wunderschöne Schlüsselanhänger in Bootform binden und Miniaturtouris zusammenkleben. Das schlimme für mich war, dass diese Menschen vom Betteln und ihren drei Sätzen leben können. Meines Erachtens sind es arme Leute, denen ihre eigentliche Kultur durch unsere Geilheit und die von uns erwarteten Stereotypen genommen wurde.

Nach einiger Verwirrung und Aergernissen (wer will was? PS: ich werde nie mehr mit 10 Leuten verreisen, das sind einfach zu viele) haben Jesus und ich einen Tag selber gestalltet und uns von unserer Gruppe geloesst. Sehr erfolgreich wie ich meine. Um 6 sind wir aufgestanden und sind mit dem ersten Micro nach Pisac gefahren (50 Cent). Auch ein Dorf, welches sich sehr auf Andenkenkram spezialisiert hat. Doch um 8 schlaeft der echte Tourist ja noch und so war in dem Dorf auch noch nicht viel los. Es war klasse mit ner lauwarmen Tasse Kaffee in der Hand zu shen wie der Tag beginnt. Langsam wurden die Staende aufgebaut, Langsam die ersten Cafés geoeffnet.

Pisac liegt am Fusse von Bergen, welche die Inka in Sachen Wohnen und landschaftlicher Nutzbarkeit komplet nutzbar gemacht hatten. Diese Ueberreste sind zwar 600 Jahre alt, doch ist es immer noch beeindruckend, in welchem Gelaende es diese Staemme geschaft haben Bauten zu errichten. Es schein ein besonderer Reiz bestanden zu haben, moeglichst an hochgelegen und unzugaenglich Plaetzen Denkmaeler und Opferstaetten zu errichten. Das heisst in den Anden fast immer wahnsinig beeindruckend. Leider haben wir schon fuer die Stadt Pisac ein bisschen Zeit vertroedelt, sodas wie uns erst um 12 nach einem Combi Richtung Urubamba umgesehen haben. Urubamba existiert eigentlich nur, da sich dort die zwei wichitgsten und somit asphaltierten Strassen der Region kreuzen, haesslich und ohne ein richtiges Zentrum. Wir sind also direct fuer 20 Cent weiter nach Ollantaytambo. Ein total suesses Touristenoertchen, in dem auch noch abseits vom Tourismus Menschen leben. Dort gibt es zwei mittelmaessig imposannte Inkaruinen zu Fusse deren sich der Ort und riesige Felderflaechen erstrecken. Ein wunderschoenes Bild bei untergehender Sonne.

Anschliessend sind mir mit einem Autobus nach Moray gefahren. Na ja, fuhr leider nicht ganz dahin. So mussten wir an einer Strassenkreuzung noch einmal jeder 3 Euro fuer ein Taxi ausgeben. In der naehe von Moray haben die Inka ein Experimentierzentrum fuer landwirtdschaftlich nutzbare Pflanzen errichtet., eine Art Hoehenlaboratorium, mit Hilfe dessen sie die Ertraege von verschiedenen Pflanzen in verschiedenen Hoehen vergleichen wollten. Wir hatten Glueck, dass unserer Taxifahrer mit der “Kartenabreisserin” verwandt war. So sind wir nach der Besucherzeit noch reingekommen. Es war einfach klasse wie es dunkel wurde und wir unterm Sternenhimmel auf 3500 m zurueck zum Eingang und mit dem wartendem Taxi zurueck zur Wegkreuzung gefahren sind. In der Absicht einen Bus zurueck nach Cusco zu nehmen, der um 7 vorbeikommen sollte aber nicht kam. Nach einer Stunde frieren (gefuehlte drei) hat uns ein Collectivo mitgenommen, in dessen Kofferraum nur eine Persohn sass, somit also noch fuer zwei Platz war. Eine halbe stunde spaeter hat uns der Fahrer sogar aus seinem Haus, an dem wir vorbeigefahren sind eine Decke gegeben. Um halb 8 waren wir dann zurueck in Cusco. Leider hat Jesus nach dem Bazahlen (1 Euro pro Persohn) seine Plastiktuete im Taxi liegen lassen. Sein Plastiktuete mit meinem Regenueberzug und meiner John-Regenjacke, die ich ihm ausgeliehen hatte. Also an alle da druassen in Peru, wenn ihr jemanden seht mit einer dunkelgruenen Plastikjacke auf der gross hinten “Feinkost John, am Zeltinger Platz die Nummer 1” draufsteht, klaehrt ihm auf und gratueliert ihm, ich finde die Vorstellung klasse, dass ein Peruaner mit meiner Werbejacke rumlaeuft!!! Ich betrachte das als den skurielsten kulturellen Austausch, zu dem ich jeh beigetragen habe.

“Mach Pitchu fuer Geld-Nicht-Haber”

Morgend um 8 gings los nach Santa Maria mit dem Bus. 5 h lang eine total spektarulaere Fahrt, erst aud asphaltierten, dann wieder aus Huppelpisten bis zu einer Busstation mit drei Kneipen und ein paar Haeusern, die sich sich Santa Maria nennen und erstaunlich dick in der Karte eingetragen sind. Wir warteten die einzigen Touris weit und breit, dennoch warteten bestimmt 5 Maenner auf uns, um uns mit ihrem “Taxi” nach Santa Teresa zu bringen, ich war ja dafuer auf dem Pick-up hinten fuer 1,20 Euro mitzufahren, doch das Argument knalle Sonne hat mir dann doch eingelaeuchtet und ich habe eingewilligt 0,50 Euro mehr zu zahlen. Fuer 2,50 Euro hat uns der Taxifahrer dann gleich zum Wasserkraftwerk gefahren. Ein Wasserfall wird dort genutzt um die ganze Region mit Strom zu versorgen. Eine wahnsinnige Strecke, 1,5 h durch verschiedene Schluchten auf einer einspurigen Strasse, die sich an Abgruenden entlangschlaengelt, dass einem Schlecht wird (natuerlich ohne Abgrenzung). An Schneebedeckten Berggipfeln vorbei, bis man am Fusse des Machu Pitchu stand. Bis Aguas Calientes waren es dann noch ungefaehr 10 km an Bahngleisen entlang bis zum Ende einer graniosen Schlucht, durch zwei Tunnel, endlich im Machu Pitchu Pueblo. Als wir endlich dort waren war es auch schon wieder dunkel. In diesem wohl touristischstem Dorf Perus haben wir sogar noch eine anstaendige Unterkunft im “Hotel Veronica” fuer 3,5 Euro die Nacht pro Persohn gefunden. Und sind anschliessend klasse fuer 1,5 Euro Huenchen essengegangen.

Um morgens bei Sonnenaufgang oben zu sein, sind wir um 3:30 Uhr aufgestanden, also 5 h geschlafen, und 1,15 h steile Treppen hochgestiegen. Total durchgeschwitzt stand ich da ander Kassen und trotzdem hat mich Juni auf den letzten Serpentienen keiskalt stehen lassen. 2 Jahre Pflichmilitaer in Korea scheinen seine Spuren hinterlassen zu haben. Auf der anderen Seite war ich als erster von allen 200 Touristen oben auf dem Waynapichu. 1,5 h Weg wurden angegeben, doch in einem kleinen Kontest mit einem Peruaner und einem Franzosen ging es dann doch um einiges schneller (0,5 h). Es war einfach fantastisch auf dem hoechsten Punkt zu stehen und, alleine, mitten in der Natur, neben schneebedeckten Gipfeln. Die Sonne kam langsam richitg hoch, es wurde waermer und sehr still. Weisse Gipfel und Urwald, mehr nicht. So schoene Momente gibt es selten. Eine halbe Stunde spaeter war der Zauber mit dem Kommen von 20 anderen vergangen.

Machu Pichu fand ich persoehnlich nicht so beeindruckend, auch die Vorstellung, dass mehr als die Haelfte wiederaufgebaut wurde oder sogar fertig gebaut wurde, da dei Staette aufgrund des spanischen Imperialismusses nie fertig gebaut wurde, hat meine Begeisterung gedaempft. Doch die Umgebung ist einzugartig. Es ist einfach granios, wie diese Goetterstadt gelegen ist. Das ueberragt sogar Gomera bei weitem. Viel Zauber wird durch den Tourismus genommen, umso gleucklicher bin ich das Gelaende fuer mich entdecken zu koennen, es hat sich sehr gelohn frueher aufzustehen. Doch ist der Tourismus auch super interessant. Zusehen was fuer Menschen da rumlaufen, ist sehr amuesant. Ich bin mit sicher, dass nicht eimal 10 % der Menschen taeglich dort waeren, wenn Mercedes nicht 50 Busse in Einzelteilen ueber die Bahnstrecke dorthin transportiert und dort zusammengebaut haette.

So und jetzt kommt das eigentliche Abendteuer unserer Reise. Jesus und ich haben das naemlich ueberhauptnicht eingesehen 31 $ fuer den Zug nach Ollantabambo zu zahlen und dann mit dem Bus nach Cusco zurueckzufahren, wenn man doch auch laufen kann! Unser Plan war es, einfach den Weg zurueckzugehen und zu fahren, den wir auch hergekommen waren. Sind also, nachdem Machupichu und waynapichu auch wieder runtergelaufen waren, 2 Stunden bei Nieselregen ohne Regenjacken zum hydroelectric gelaufen. Dort fuhren jedoch leider unerwarteter Weise keine Combies mehr, obwohl wir uns danach erkundigt hatten. So mussten wir wohl oder uebel bei Daemmerung nach Santa Theresa (15 km) laufen, nachdem wir uns in freudiger erwartung auf den Combi schon mal einen Liter Bier geteilt hatten. Die unerwartete “elongación” unserer Wanderung war super. Unter Sternenhimmel zu wandern, ohne genau zu wissen, ob es die richtige Richtung ist oder nicht, kann glaube ich nur der als schoen empfinden de res schon mal gemacht hat. Es ist ein wahnsinniges Gefuehl in die Dunkelheit hineinzulaufen und ein immer lauterwerdenes, rauschendes Bruellen zu hoeren, dessen Verursacher sich letzten Endes als ein riesiger, schwartzer Wasserfall entpuppt. Dieser stuertzte sich direct neben der Strasse in einen Fluss hinunterstuertzt, mit einer Kraft, dass man stehen bleiben muss, sich einfach nur ueber die Welt wundert, es einem kalt den Ruecken runterlauft und man sich zleichzeitig wundert, warum man nicht aufhoeren kann zu grinsen. Auf dieser Strecke trafen wir nun zwei Peruaner, die auch nach Santa Teresa wollten. Also eigentlich trafen sie uns, dann sie sind ungefaer doppelt so schnell gelaufen und haben uns eingeholt. Das mit dem Mithalten ging auf der Strasse auch ganz gut, zumindest fuer mich, wenn ich einen grossen Schritt mache kann man bei Jesus getrosst mit 2 rechnen. Er war also schon gut angeschwitzt als die beiden uns fragten, ob wir nicht mit einen schnelleren Weg laufen moechten, direkt am Fluss entlang. Den Pfad hatte ich schon auf dem Hinweg gesehen, wollte ihn aber nicht alleine bei dunkelheit gehen, wer weiss was da nachts so alles am Fluss rumkriecht. Wir haben dann letzten Endes eingewilligt, was dann echt zum Abendteuer wurde, die fingen naemlich auf einemal an noch schneller zu “laufen” , auf einem Pfad, der als solcher schon zu erkennen aber schwer bei Nacht zu laufen war. Zum Glueck kam mit der Zeit der Mond ueber die Berge, sodas wir relative gut sehen konnten. Der Weg ging weiter ueber eine Schlucht, ueber eine Haengebruecke (ca. 100 m), die sehr heftig bei unserem Tempo zu schwingen anfing. An den Seilen rechts und links versuchte ich mich festzuhalten, was aber auch nicht endlos ging, da ich zusehen musste hinten nicht abzufallen. Anhalten ging also schlecht, da die beiden Peruaner, auch so in unserem Alter einfach weitergelaufen waeren. Schon mortz am keuchen kam es dann auch echt zum Hoehepunkt, als die beiden ernsthaft angefangen haben zu rennen, und zwar nicht einfach gerade aus, nee, die Treppen hoch, welche ungefaehr 100 Hoehenmeter, steil nach oben fuerhten. Letzten endes konnten wir tatsaechlich mithalten, total verschwitzt, aber gluecklich und endlich am Ziel in Santa Teresa. Gemaess DED-Vorschriften haben wir uns dann natuerlich in einem Hotel eingemietet und sind dann gut ausgeschlafen mit vollem Magen nach Cusco zurueckgekehrt.
Wir haben dann also um halb 8 endlich ein Combi gefunden, das suns nach Santa Maria gebracht hat. Nach 10 min Fahrt ist dem Fahrer dann eingefallen, dass ernicht genug Benzin dabei hatte und wir mussten noch einmal zurueck kehren. An der Tankstelle wurde jesus dann gleichzeitig von drei Peruanern gleichzeitig und zurecht angeschissen, da er auf die genial Idee kam sich eine Zigarrette anzuzuenden. Ich mein, dass ist sogar in Deutschland verboten und dort wird nicht das Benzin mit suppenloeffeln aus offenen Planstikkanistern in die Tanks geschuettet.
Endlich auf der Abgrund-Buckelpiste unterwegs, macht der Taxifahrer auf einmal die Tuer in der Kurve bei voller fahrt auf, um zugucken ob der Vorderreifen geplatzt ist. Um halb 10 sassen wir dann endlich im Bus in Richtung Cusco und waren dann auch tatsaechlich um halb 5 im Hostal.